Felix am Ironman 70.3 in Pula/Kroatien – 20. September 2015

Schöner Saisonabschluss für Felix am Ironman 70.3 in Pula

Persönlicher Bericht von Felix:

Mein erster Triathlon im Ausland führte mich nach Pula in Kroatien, idyllisch am Südende der Halbinsel Istrien gelegen.
Die Zeichen standen gut das Wetter versprach etwas kühler zu werden, was für den Wettkampftag etwa 24 Grad bedeutete. Der Wetterbericht sagte jedoch Windböen von bis zu 55 km/h voraus, was mir aber zu diesem Zeitpunkt noch keine Rolle spielte. Unser Hotel war optimal bei T1 gelegen und so war die Rennvorbereitung am Samstag durch die kurzen Wege sehr entspannt. Am Sonntagmorgen bekam man den Wind aber schon kurz nach dem Aufstehen zu spüren. Nichtsdestotrotz war ich nach wie vor sehr optimistisch. Dies änderte sich jedoch kurz vor dem Start. Die Windböen sorgten für ein entsprechend unruhiges Mittelmeer, für mich für meine ersten 1.9km im Meer keine optimalen Bedingungen. Zusätzlich hatten sich die Bojen welche die Schwimmstrecke markierten durch die Strömung schon ziemlich weit von ihrem Ursprungsort wegbewegt. Nach der ersten Schwimmgruppe hatte sich eine sogar ganz verflüchtigt und wurde abgetrieben. Dies in Kombination mit aus meiner Sicht eher wenig Booten und Kajaks auf dem Wasser führte zu einem totalen Chaos. Zusammenstösse von Schwimmern auf dem Wasser und Agegrouper welche in der >40min Gruppe gestartet waren jedoch schon nach knapp 20 Minuten wieder an Land waren war die Folge. Es dauerte 40 Minuten anstatt der geplanten 10min um alle Schwimmer ins Wasser zu bringen. Im Ziel erfuhr ich dann, dass die Schwimmzeiten für alle Teilnehmer gestrichen wurden, was Schade aber die einzig logische Konsequenz ist. Ich kann stolz von mir behaupten die richtige Schwimmstrecke geschwommen zu sein, trotz einer fehlenden Boje und ziemlich hohen Wellen. Dies in einer handgestoppten und inoffiziellen Zeit von 36:10 was für mich sehr respektabel ist. Vor allem da mir selbst routinierte Schwimmer attestierten dies seien die schwierigsten Bedingungen die sie je in einem Openwater Swim angetroffen hätten. Doch zurück zum eigentlichen Rennen. Die Radstrecke war mit 700hm relativ flach was einen schnellen Radsplit bedeuten sollte. Leider hatte auch dabei der Wind einen entscheidenden Faktor. Zum Glück aber keinen Einfluss auf die Streckenführung. Auf dem Bike hatte ich das Gefühl nicht die besten Beine erwischt zu haben doch ich fuhr tapfer gegen den Wind und machte mich so Aero wie möglich. Die Radstrecke war ausserordentlich schön und in jedem Dorf fanden sich Locals an der Strecke um die Athleten anzufeuern. Nach 2h42 fand ich mich in T2 ein. Leider hatte ich schon auf den letzten Radkilometern gemerkt, dass es wohl ein Gel zu viel gewesen war auf dem Rad. In der Folge wurde ich vom ersten Kilometer an von heftigen Magenkrämpfen geplagt. Doch aufgeben war nie ein Thema. Den Zieleinlauf in einem 2000 Jahre alten Amphitheater wollte ich mir nicht entgehen lassen. So quälte ich mich über den längsten (nicht unbedingt langsamsten 😉 Halbmarathon meines bisherigen Triathlonlebens und fand mich nach 5h15 im Ziel ein.
Rückblickend kann ich sagen, ein fantastischer Event den ich nie vergessen werde! Obwohl es während dem Wettkampf einige Widrigkeiten zu bewältigen gab, hatte ich ein wunderschönes Wochenende und bekam eine wohlverdiente Finisher Medaille umgehängt. Damit ist meine Triathlonsaison für dieses Jahr beendet und ich freue mich bereits auf die nächste.