13. August 2017 / Nadja Fässler, Rebecca Inauen, Romina Bollinger, Käthy Eisenhut

Bericht von Nadja
Letzten Sonntag fand in Grindelwald das 20. Eigerbikerennen statt. Der mittlere Marathon war 55km und 2500 Höhenmeter lang. Ich zögerte lange mit dem Anmelden doch kurz vor Anmeldeschluss hab ich mich doch getraut. Zum Glück! Es war zwar ein sehr hartes Rennen doch mit dieser Kulisse, der schön verschneiten Berge, war es nur noch halb so schlimm. :-) Am Start war ich, wie jedesmal, extrem nervös und konnte es kaum erwarten bis der Startschuss fiel. Zum Aufwärmen ging es zuerst etwa 1000 Höhenmeter zur Grossen Scheidegg hoch. Danach zum First, wo die erste Abfahrt kam. Von der Bussalp folgte die zweite Abfahrt, dabei hiess es viel Kraft sammeln für den nächsten Abschnitt. Das bekannte Bort mit einem langen steilen Anstieg an der prallen Sonne stand an. Nach weiteren 15km und einem knackigen Schlussanstieg kam endlich die Ziellinie. Zufrieden klassierte ich mich auf dem 13. Overall-Schlussrang ein.

 

Bericht von Käthy
Für mich war an diesem Rennsonntag alles einbisschen anders als bei meinen Teamkolleginnen. Früher aufstehen, früher starten, länger fahren und somit auch leiden?! und das alles auf der grossen Runde der Eiger Bike Challenge, 88km und 3900hm sollen es werden. Früh am Morgen und 7 Uhr ging es los und es war noch ziemlich frisch, ja sogar eher affenkalt fanden meine Füsse. Das Einfahren hoch zur grossen Scheidegg und dann zum First gab aber schnell warm. Auch die Abfahrt hinunter zum Bort und die Passagen hinüber zur Bussalp gingen ganz gut. Das Panorama mit den verschneiten Berggipfeln war einfach Hammer, doch geniessen konnte ich es jeweils nicht lange. Den Abschnitt hinauf zum Feld fand ich streng und die Abfahrt auf den rutschigen „Kuhwägli“ ziemlich anspruchsvoll. Der steile Streckenteil hinauf zum Bort war wieder, wie alles Jahre, extrem kräfteraubend, ich konnte diesmal alles fahren und hatte keine Krämpfe und das war dann doch der Aufsteller des Tages :-). Zurück in Grindelwald Grund ging es dann anstatt wie die mittlere Runde rechts ins Ziel, links hinauf Richtung kleine Scheidegg. Nochmals 1000hm kraxeln, anfangs recht angenehm dann immer steiler und auch die Energiereserven waren langsam aufgebraucht und der Rücken zwickte. Die Abfahrt vom Peak hinunter nach Grindelwald war dann ohne Spassfaktor, Teer- und Kiesstrassen, dabei hätte es sicher den einen oder anderen interessanten Trail gegeben. Wie dem auch sei, ich war dann froh, als ich nach 7 Std. und 19 Minuten Fahrzeit im Ziel war.

Rennbericht Eiger Bike Challenge vom Sonntag 13. August 2017

 

Bericht von Romina

Pünktlich um 7.45 fiel für mich der Startschuss zum diesjährigen EBC Rennen. Die Vorfreude war noch nicht ganz bei mir aufgekommen da mir die Rennaufgabe im Jahre 2013 noch ordentlich im Magen lag. Daher hatte ich noch meine persönliche Rechnung offen und trampte nun mit dem Druck, unbedingt zu finishen,  Richtung Grosse Scheidegg. Nun ja, mein Magen war mir dann ziemlich schnell egal da meine ganze Konzentration denn 1000 Hm vor mir galt. Nach einer gefühlten Ewigkeit und einem Gefühl von ganzem Feld überholt worden zu sein ging es weiter zur First Station. Dieses Teilstück konnte ich super meistern, endlich auch ein wenig Tempo machen und Zeit gut machen. Die technische Passage von der First runter hatte es dann in sich, was mich viel Zeit kostete und ich einige Plätze wieder abgeben musste. Mit dem Frust im Magen, oje mein Magen musste echt viel durchmachen an diesem Wochenende, fuhr ich über Stock und Stein weiter um dann die steilste Passage aufwärts in Angriff zu nehmen – zum Bort hoch. Beflügelt von den vielen Leuten strampelte ich bergaufwärts in einem ordentlichen Tempo, immer vor Augen, dass mich jede Radumdrehung dem Finish näher bringt. Nun folgte eine steile Abfahrt welche die gesamte Bremsanlage total forderte und daher war ich froh als wir wieder in die Passstrasse zur Grossen Scheidegg einbogen und wir am 2. Mal an diesem Tag zu dem Hotel Wetterhorn hoch durften und positives denken absolut zwingend war.  Langsam sendeten mir die Beine deutliche Signale doch es ging immer wieder rauf und runter. Schliesslich bogen wir dann auf die lange Gerade ein und ich gab meinem Bike nochmals ordentlich die Sporen und jagte so in einem höhlen Tempo zur Landi in Grindelwald Grund wo uns der Wegweiser Richtung Grindelwald Dorf lotste. Der Anstieg war nochmals deftig aber dies blendete ich völlig aus da mein Ziel in reichbarer Nähe war, das Finish. So kam es, dass ich nach 4 Stunden und 35 Minuten die Eiger Bike Challenge beendete, voller Stolz. Dies bedeutete den 5. Rang in meiner Kategorie.

Nun ist eine gute Erholung angesagt damit ich Ende August wieder in top Form am National Park Bike Marathon starten kann.

 

Rangliste Eiger Bike Challenge 2017