Cup-Saisonfinale in Alstätten

Bericht von Päz:

Am Samstag 16.9. fand in Altstätten das Saisonfinale vom Ostschweizer Bike-Cup statt. Aus Platz und Bewilligungsgründen hat der Veranstalter den Startort nach Hinterforst verlegt. Die Strecke verlief aber in etwa demselben Ort, wie die letzten Jahre. Nur eben die „ultra-steile Rampe“ entlang den Rebbergen war neu und noch steiler als die bisherigen Rampen. Wie immer galt es vier Runden à ca. 4km zu absolvieren.
Für das Saisonfinale, war das Teilnehmerfeld in unserer Kategorie auch glänzend besetzt und ein Spitzenrang nur durch eine Topleistung zu erzielen. Allerdings zeigte sich schon kurz nach dem Start, dass das Unterfangen „Spitzenplatz“ schwierig werden wird. Die ersten 6 Fahrer zogen doch schon kurz vor der ersten Ultra-Rampen-Durchfahrt weg. Zu zweit fuhren wir bis anfang vierter Runde einen schönen Vorsprung auf unsere Verfolger heraus, aber leider ging nach vorne gar nichts. Allerdings konnte mein Mitstreiter vor der letzten Rebbergdurchfahrt noch einmal so richtig puschen und riss ein Loch zwischen uns auf, das ich leider bis zum Ziel nicht mehr schliessen konnte. Somit musste ich mich mit dem 8. Platz begnügen.
Allerdings reichte mir der 8. Platz für den 3. Gesamtrang im Ostschweizer Bike-Cup.

 

Bericht von Marcel:

Am Samstag startete ich am Abschlussrennen vom Stevens-Bike Cup in Altstätten. Das Rennen fand auf einer neuen Strecke im gleichen Rebberg wie die letzten Jahre statt. Kurz nach dem Start war auch wieder eine sehr steile Rampe zu absolvieren. Da ich in den  letzten Wochen nur sehr wenig trainiert hatte, erwartete ich kein Spitzenresultat. Nach dem Start aus der vordersten Reihe verlor ich schon vor dem ersten steilen Aufstieg einige Ränge. So ging es den Rest des Rennens weiter und ich erreichte das Ziel als elfter von 14 .

In der Gesamtwertung  vom Bike Cup blieb ich auf dem 2. Rang .

So war das Swiss Epic 2017 – Hammertrails, perfekt organisiert, was will man mehr?

11. – 17. September 2017 / Käthy Eisenhut und Iris Bechtiger

Vielleicht etwas wärmeres Wetter, aber das ist auch nur ein Detail! Denn wie heisst es so schön? Es gibt kein schlechtes Wetter nur falsche Kleider. Also über das eine oder andere warme „Tschööpli“ wäre ich nicht traurig gewesen. Das sechstägige Etappenrennen Swiss Epic durch das Wallis offenbarte uns wie schon 2014 und 2016 punkto Trailanteil und Bikeeindrücken wiederum alles was möglich ist. Wir sind immer noch daran die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Einmal mehr eine sehr eindrucksvolle Erfahrung auf den 350km und 12000hm bei der vierten Austragung.

 

Einfacher als die Jahre zuvor – dafür KALT!!!

In den vergangenen Austragungen fanden wir die Strecken teils anspruchsvoller und länger, vorallem die Anstiege waren diesmal ziemlich zahm und die Veranstalter wählten hier sehr oft Asphalt und Schotter mit moderaten Steigungen, doch juhuii auf der letzten Etappe rund um Zermatt stellten sie uns noch so richtig schmackige Rampen in den Weg. Jaja EPISCH halt. Dafür setzte uns in diesem Jahr die Kälte extrem zu und mit diesem Element hatten wir sehr oft zu kämpfen. Wir wussten manchmal nicht was wir jetzt anziehen sollen und ich hätte doch gerne etwas wärmer gehabt.

 

 

Prolog in Grächen mit Start auf der Hannigalp

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Ready, Steady, Go und los gings, zuerst knapp 400hm ziemlich steil den Berg hoch und ich musste schon ziemlich keuchen und kurz vor dem Kulminationspunkt lief ich ziemlich im roten Bereich. Ich musste mich in der langen, technischen Abfahrt ziemlich anstrengen um die Konzentration zu behalten. Die Abfahrt war vom Feinsten und ja wir konnten uns auf die Woche freuen, denn der Prolog wiederspiegelt so quasi die Anforderungen des ganzen Epic’s. Zu unserer Freude landeten wir auf dem fünften Rang, was uns ein Plätzchen auf dem Podest bescherte.

 

Etappe 1 – nach Leukerbad

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Eine lange Etappe mit 92km und 3000hm stand nach dem kurzen Prolog vom Vortag auf dem Tagesprogramm. Es war alles dabei, von Kalt am Morgen über Heiss in den Aufstiegen, Wind und Kälte auf den Gipfeln, Gegenwind im Rhonetal, Regen auf dem Weg nach Leukerbad, Singletrailrausch vom Feinsten, Spitzkehrenspektakel bis zum Abwinken, Rampenaufstiege, Höhenwege und am Schluss die Ankunft im Bade-Kurort Leukerbad. 6 Std. und 46 Minuten brauchten wir für die Königsetappe und erreichten das Tagesziel als 6. Frauenteam.

 

Etappe 2 – Wir sind schwindelfrei

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Die zweite Etappe mit 71km und 2500hm war der Tag der Rebberge und der Hängebrücke. Der Start für uns um 9.15 Uhr. Zuerst ging es zur Torrentbahnstation und noch etwas weiter hoch, bevor es dann in die erste wirklich spassige Abfahrt nach Albinen abbog. Viel zuschnell waren wir auf der Strasse die uns via Rumeling auf die andere Talseite brachte und wir über den Felsenweg nach Varen kamen. Die untere Suone bei Varen war, wie viele Suonen im Wallis, ziemlich ausgesetzt und mit vielen Wurzeln gespickt, aber ein ziemliches Erlebnis diese im Renntempo zu absolvieren.

Unten in Sierre ging es dann hinauf Richtung Vercorin und dann via einen ziemlich ausgesetzten Downhill hinab zum Einstieg auf die Hängebrücke von Niouc, der höchsten Bungy-Brücke Europas. Ich muss sagen es war hoch, wackelig und ziemlich eng und wir hatten einen Stau, was uns eine etwas längere Aufenthaltszeit auf der Brücke bescherte, es reichte sogar für den einten oder anderen Blick in die Tiefe. Fazit: Der Windelpack wurde nicht gebraucht und wir können von uns sagen: Wir sind schwindelfrei – jawohl!

Zurück im Talboden ging es durch den Pfynwald nach Leuk und dann hinauf durch den verbrannten Wald nach Albinen. Dieser Aufstieg zog sich am Schluss noch ziemlich in die Länge und es rollte auch nicht mehr so flüssig. Im Gegenteil wir mussten uns in Acht vor der Plattenhexe nehmen, den es waren ziemlich viele Steine mit elend scharfen Kanten auf dem Trail. Es ging aber alles gut und wir erreichten Leukerbad als 6. Frauenteam in einer Zeit von 5 Std. 07 Min.

 

Etappe 3 – Regen oder doch Föhn?

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Da  richtig mieses, nasses und kaltes Wetter angesagt war, wurde von den Organisatoren die Strecke und die Startzeiten angepasst. So war kein Start auf der Rinderhütte im “Zeitfahr-Modus” sondern früh am Morgen in Leukerbad, wo es zuerst hinauf auf die Majienalp ging. Der Regenradar meldete Regen ab 8.30 Uhr und nicht wenig, so entschied ich mich für ein warmes, winddichtes und langärmliges Unterleibchen. Pünktlich zu unserem Start setzte dann der Regen ein und es war eher frisch, doch im Aufstieg hatten wir schön warm. Auf dem Trail zurück nach Leukerbad hatten wir schon etwas nasse Verhältnisse, aber es war doch noch erstaunlich griffig und so hatten wir recht Spass. Je weiter wir dann Richtung Rhonetal fuhren, verbesserte sich das Wetter, die Sonne kam zum Vorschein und es wurde ziemlich warm. Der liebe Föhn, war also nicht im Wetterradar vertreten und somit auch nicht auf meiner Kleiderauswahl. Im anschliessenden Aufstieg hinauf nach Albinen und dann zur Alp Chermingon, litt ich ziemlich in meinem Windstopper-Unterhemd, was mich bewog es auzuziehen, was aber postwendend mit einem Regenguss quittiert wurde. Bei der Verpflegung in Albinen machte ich dann ein weiteres Mal Tenüwechsel und zog alles wieder an, um dann im nächsten Aufstieg wieder Schweissausbrüche zu kriegen. Mano man, was für ein Mist aber auch. Iris hatte definitv die bessere Wahl mit den Ärmlingen getroffen und so blieb ihr auch Zeit den wunderschönen Regenbogen zu fotografieren.

Als wir endlich oben auf Chermingon waren, kam ein Traverse-Trail hinüber zur Torrent-Mittelstation und nun gab der Föhn auch langsam ab und der Regen setzte ein. Die Downhills waren in den Waldpartien noch ziemlich trocken und recht gut fahrbar. Ausserhalb von den schützenden Tannen aber rutschig und ziemlich schwierig zu fahren. Nach 3 Stunden und 31 Minuten erreichten wir das Ziel in Leukerbad, wo der Himmel dann endgültig die Schleusen öffnete.

 

Etappe 4 – Kalt und frostig auf dem Weg nach Zermatt

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Beim Start waren die Temperaturen um den Gefrierpunkt, die Wiese mit starkem “Reifen” überzogen und es war einfach arschkalt. Das erste Hindernis, die Holzrampe raus aus dem Startgelände, mussten bereits die Profis zu Fuss absolvieren. Das kann ja heiter werden, zum Glück ging es erstmals 300 Höhenmeter den Berg hoch, doch je höher wir kamen, desto kälter wurde es. Der erste Downhill runter nach Albinen war dann aber doch noch recht griffig und auch die Gehrig-Twins zischten an uns vorbei, war das ein Highlight!

Unten im Rhonetal angekommen wechselten wir die Talseite und wir mussten höllisch aufpassen, dass wir uns nicht ständig verfuhren, ich glaube die Kälte hat unser Hirn schockgefroren. Auf jedenfall war ich schon lange nicht mehr so froh, als es endlich wieder aufwärts ging. Der Hauptanstieg des Tages stand an, dieser führte gespickt mit kurzen Abfahrten zwischendurch, praktisch 30km berghoch, Zeit um endlich warm zu werden. Doch je höher wir kamen, desto kälter wurde es wieder. Irgendwann waren wir dann oben und die lange Abfahrt hinunter ins Mattertal stand an. Diese war einfach EPISCH – Hammertrails und Serpetinen, die richtig flowig waren, von mir aus hätte diese gut und gerne noch etwas länger andauern können, denn ab Kalpetran ging es nur noch aufwärts. Zuerst mit einem stetigen Auf- und Ab der Bahn und dem Bach entlang mit ziemlich fiesen Rampen gespickt. Speziell auch die Passage beim Felssturz von Randa und dann noch eine flachere Passage nach Täsch bevor es dann hinauf nach Zermatt zum Tagesziel ging.

Wir erreichten nach 6 Stunden und 19 Minunten wiederum als 6. Frauenteam das Ziel und freuen uns nun auf die Finale Etappe von morgen Samstag. Hoffentlich wird es nicht zu kalt werden, irgendwie sind wir uns an die Kälte noch nicht gewohnt.

 

Etappe 5 – Finale rund um Zermatt

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Am letzten Tag galt es nochmals richtig in die Pedalen zu treten und die 45 km und 1’900 hm rund um Zermatt zu meistern. Wieder war es extrem kalt am morgen und oben umhüllte eine dichte Wolkendecke die Berge. Zuerst mussten wir den Anstieg via Furi hinauf zum Schwarzsee unter die Stollen nehmen, es galt 14km und knapp 1’000 hm zu bewältigen die Rampen teilweise extrem steil, zwischen durch konnten wir sogar noch das Matterhorn sehen, bevor es dann für immer hinter den Woken verschwand. Am Fusse dieses imposanten Berges kommt man sich schon ganz klein vor. Oben auf dem Schwarzsee, auf 2’583m, dem höchsten Punkt des ganzen Epics, verpflegten wir uns gut, bevor wir in den Downhill hinunter zum Furi stachen. Die Trails zurück nach Zermatt kannten wir und so konnten wir bald den Aufstieg hinauf nach Findeln in Angriff nehmen. Zuerst entledigten wir uns aber von den Schuhüberzügen und den Regenjacken und warfen diese bei unserem Hotel in den Garten, mittlerweilen war es angenehm warm.

Ich merkte, das ich mental ziemlich müde war und ich musste mich richtig den Aufstieg raufpushen, zum Glück kannte ich das Gelände und die Strecke hatte ich mir anhand des Tractalis-Tracker eingeprägt, so dachte ich zu wissen wie weit es noch hoch ging. So kam die letzte steile Rampe vor der Seilbahnstation und die 10km Marke doch immernoch ging es noch hoch und hoch und hoch. Mir reichte es langsam, diese 200 Extrahöhenmeter waren nicht auf dem Plan und taten meinem Kopf überhaupt nicht gut. Ich musste mich echt sammeln um nicht gleich die Nerven zu verlieren und zu allem Elend begann es noch zu schneiden. Von Kalt zu Warm zu Schnee, naja… Dann endlich waren wir oben und konnten via Riffelalp auf einem nochmals richtig pannenanfälligen Trail, gespickt mit lauter Querrinnen aus scharfem Schiefer runter nach Zermatt cruisen. Der letzte Trail im Wald kannten wir vom Prolog vom Vorjahr und dort liessen wir es nochmals richtig sausen und kamen wiederum als 6. Frauenteam in Zermatt im Ziel an. Rico und Elisabeth empfingen uns – welche eine Freude.

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Wir sind glücklich und zufrieden, dass Swiss Epic gefinisht zu haben und blicken auf eine erlebnisreiche Woche zurück. Das Swiss Epic 2017 ist bereits wieder Geschichte und wir sind mit unserem sechsten Gesamtrang super happy. Die Rennkilometer zusammen mit Iris machten einmal mehr extrem Spass und wir konnten auch wieder auf unsere gute Seele Elisabeth Stark zählen. Jeden Abend genossen wir eine rundum Massage und unsere Muskeln wurden für den kommenden Tag wiederhergestellt. Tausend Dank Elisabeth. Danke auch an Kari und Rico – dank euch konnten wir eine unvergessliche Woche im Wallis erleben. Ein weiteres Dankeschön geht an VESTO und an Valis Bikeshop, das Material war einfach 1a und eure Unterstützung ebenfalls.

 

 

 

 

Elias am Powerman in Zofingen

3. September 2017 / Elias Bertsch

10 Kilometer Laufen, 150 Kilometer Velofahren und abschliessend lockere 30 Kilometer sozusagen zum Auslaufen. Dieses Ziel hatte ich mir vor einem Jahr gesteckt, nach der Teilnahme an der Kurzdistanz des gleichnamigen Events wollte ich wovon diese weinenden, lachenden und vor allem glücklichen Männer und Frauen im Ziel erzählten unbedingt erleben.

Die Vorbereitung war eher dürftig, lediglich zwei Radeinheiten die länger waren als 120 km und keine Laufeinheit länger als 15 km. Dies wollte ich durch meinen unglaublichen Energieüberschuss und jugendlichen Leichtsinn wieder Wettmachen.

Trotz des Leichtsinns habe ich wenigstens die Verpflegung geplant und noch zwei zusätzliche Flaschenhalter (Last Minute bei VESTO bekommen) angebracht.

 

Tag Null: Nervös aufgewacht, aber körperlich komplett ausgeruht startete ich in das was ich später als einen unglaublich langen Tag in Erinnerung haben würde.

Am Start hatte sich die Nervosität gelegt, ich startete als einziger in meiner Alterskategorie wollte aber trotzdem einigermassen vorne mitlaufen. Und das tat ich auch, die ersten 10 km in 38 min fühlten sich sehr locker an. Dann der Wechsel aufs Velo, dank VESTO läuft da zumindest technisch fast nie etwas schief. 150 Km, 1500 Hm, 5 Sponser Riegel, 3 Gels, 3L Getränk und knapp 4 ½ Stunden später, wieder in der Wechselzone.

Elias-Rad

Der zweite Lauf war wie eine Velofahrt durchs Appenzellerland, Auf und Ab, schnell gestartet, langsam geworden, Cola getrunken und Bananen gegessen wieder schnell, die letzte Runde konnte ich noch einmal richtig geniessen, Dank dem Namen auf der Startnummer hatte ich einige Fans gewonnen und mit völliger Ungläubigkeit konnte ich mit Lachen ins Ziel stolpern.

Fazit, mit 19 Jahren und ohne spezifische Vorbereitung so einen „Seich“ machen ist vielleicht nicht die beste Idee aber der Wind im Haar während und die Hormondröhnung nach dem Rennen machen alle Schmerzen wieder Wett. Auch den 4 Tage andauernden „Wedegääte“ danach.

Elias-Ziel

Sportliche Grüsse Elias

Nationalparkmarathon, 26.08.2017

Bericht von Päz:

Nationalpark-Marathon 137 km, 4025hm, 26.8.2017
Als Saisonziel von der Saison 2017 galt es, den Nationalpark-Marathon in Scuol in der langen Version zu fahren. Zu Beginn meiner Bike-Leidenschaft habe ich den Marathon bereits zwei Mal in der 104 km Version absolviert, aber bis jetzt nie den Mut gehabt, die Langdistanz in Angriff zu nehmen.
So stand ich am 26.08 um 7.15 Uhr, bei herrlichen Wetterbedingungen, in einem riesigen Feld von Biker am Start zu den 137 km. Den ersten Aufstieg zum Costains ging ich ziemlich ruhig an, bekanntlich wird dieses Rennen ja nicht am ersten Berg gewonnen. Von Fuldera ins Val Mora ging es doch schon schneller zur Sache und ich konnte dabei den einen oder anderen bekannten Fahrer bereits hinter mir lassen.
Der Aufstieg von Livignio zum Chaschauna war auch für mich mit einem längeren Fussmarsch verbunden, aber trotzdem gelang ich ganz locker den Berg hoch. Auf der folgenden Abfahrt konnte ich wieder einige Plätze gutmachen. Ab S-chanf fand ich eine tolle Lokomotive die in der Fläche ein flottes Tempo vorlegte.
Vor Guarda war der Dampf dann doch draussen und die ersten Krämpfe schränkten den restlichen Druck aufs Pedal noch zusätzlich ein. Richtig in Schwung kam ich erst wieder nach Ftan auf der letzten Abfahrt nach Scuol.
Mit einer Zeit von 7:02:54 und Platz 11 in meiner Kategorie bin sehr zufrieden, da ich mir eine Zeit zwischen 7:30 und 7:45 vorgenommen habe.

Trail Trophy in Flims-Laax

mit Licht

Bericht von Päz:

Damit sämtliche Facetten vom Bikesport probiert sind, gehört natürlich auch ein Enduro-Rennen zum Pflichtprogramm eines Biker’s. Daher war die Trail Trophy genau der richtige Event für Roman Jäger (von Radsport-Team Frei) und mich.

Damit wir auf der sicheren Seite waren, entschieden wir uns im Vorfeld, die Ausrüstung mit Protektoren und Fullface-Helm sowie Protektoren-Rucksack zu optimieren.

Der Event startete am Freitagnachmittag. Dabei galt es 3 Stages mit einer Fahrzeit von 1.5-2.5 min. in der Region Cauma-und Crestasee zu fahren. Die Trails waren Waldtrails, die wir auch aus unserer Region gut kennen. Die Überführungsetappen konnten in gemächlichem Tempo absolviert werden.

Ab 21.30 startete dann der Night-Ride. Mit Scheinwerfern bewaffnet fuhren wir die 200hm den Berg hoch, wo die letzte Stage des Tages auf uns wartete.

Am Samstag fuhren wir mit der Bahn direkt Richtung Einstieg vom bekannten Runca-Trail. In 2 Stages aufgeteilt rasten wir den mit Anliegern und Sprüngen gebauten Trail Richtung Tal. Von da an wurde es so richtig anstrengend. Trotz Hilfe einer Seilbahn und einem Teller Spaghetti auf dem Grauberg mussten ca. 700hm bis zum Vorabgletscher erklommen werden. Von da an ging es so richtig zur Sache. Stage 7 startete unmittelbar unter dem Gletscher. Der Untergrund wechselte dabei auf Fels und Schotter. Auf einem sensationellen Trail mit einer Fahrzeit von fast 5 Minuten ein Feuerwerk an technischen Klippen und Speedelementen. Bis ins Tal folgten nochmals zwei Stages.

Der Sonntag war wettertechnisch nicht mehr perfekt, die erste Stage musste wegen schlechter Sicht (Rettungsheli konnte nicht fliegen)ersetzt werden. Die letzten 2 Stages folgten dann auf dem Never End Trail der am Crap Sogn Gion startet. Mit fast 6 Minuten Fahrzeit und gefühlten 1000 Kurven doch wieder eine anstrengende, schweisstreibende Angelegenheit.

Mit einer Gesamtfahrzeit von 39:38 belegte ich in der Kategorie Super Master den 8. Platz, in der Overallwertung reichte es gerade noch in die vordere Ranglistenhälfte.

Wirklich ein super Event! Perfekt organisiert, sensationelle Trails und lockere Typen im Teilnehmerfeld.

 

Hier zu der Rangliste

VESTO-Women am Eiger Bike in Grindelwald

13. August 2017 / Nadja Fässler, Rebecca Inauen, Romina Bollinger, Käthy Eisenhut

Bericht von Nadja
Letzten Sonntag fand in Grindelwald das 20. Eigerbikerennen statt. Der mittlere Marathon war 55km und 2500 Höhenmeter lang. Ich zögerte lange mit dem Anmelden doch kurz vor Anmeldeschluss hab ich mich doch getraut. Zum Glück! Es war zwar ein sehr hartes Rennen doch mit dieser Kulisse, der schön verschneiten Berge, war es nur noch halb so schlimm. :-) Am Start war ich, wie jedesmal, extrem nervös und konnte es kaum erwarten bis der Startschuss fiel. Zum Aufwärmen ging es zuerst etwa 1000 Höhenmeter zur Grossen Scheidegg hoch. Danach zum First, wo die erste Abfahrt kam. Von der Bussalp folgte die zweite Abfahrt, dabei hiess es viel Kraft sammeln für den nächsten Abschnitt. Das bekannte Bort mit einem langen steilen Anstieg an der prallen Sonne stand an. Nach weiteren 15km und einem knackigen Schlussanstieg kam endlich die Ziellinie. Zufrieden klassierte ich mich auf dem 13. Overall-Schlussrang ein.

 

Bericht von Käthy
Für mich war an diesem Rennsonntag alles einbisschen anders als bei meinen Teamkolleginnen. Früher aufstehen, früher starten, länger fahren und somit auch leiden?! und das alles auf der grossen Runde der Eiger Bike Challenge, 88km und 3900hm sollen es werden. Früh am Morgen und 7 Uhr ging es los und es war noch ziemlich frisch, ja sogar eher affenkalt fanden meine Füsse. Das Einfahren hoch zur grossen Scheidegg und dann zum First gab aber schnell warm. Auch die Abfahrt hinunter zum Bort und die Passagen hinüber zur Bussalp gingen ganz gut. Das Panorama mit den verschneiten Berggipfeln war einfach Hammer, doch geniessen konnte ich es jeweils nicht lange. Den Abschnitt hinauf zum Feld fand ich streng und die Abfahrt auf den rutschigen „Kuhwägli“ ziemlich anspruchsvoll. Der steile Streckenteil hinauf zum Bort war wieder, wie alles Jahre, extrem kräfteraubend, ich konnte diesmal alles fahren und hatte keine Krämpfe und das war dann doch der Aufsteller des Tages :-). Zurück in Grindelwald Grund ging es dann anstatt wie die mittlere Runde rechts ins Ziel, links hinauf Richtung kleine Scheidegg. Nochmals 1000hm kraxeln, anfangs recht angenehm dann immer steiler und auch die Energiereserven waren langsam aufgebraucht und der Rücken zwickte. Die Abfahrt vom Peak hinunter nach Grindelwald war dann ohne Spassfaktor, Teer- und Kiesstrassen, dabei hätte es sicher den einen oder anderen interessanten Trail gegeben. Wie dem auch sei, ich war dann froh, als ich nach 7 Std. und 19 Minuten Fahrzeit im Ziel war.

Rennbericht Eiger Bike Challenge vom Sonntag 13. August 2017

 

Bericht von Romina

Pünktlich um 7.45 fiel für mich der Startschuss zum diesjährigen EBC Rennen. Die Vorfreude war noch nicht ganz bei mir aufgekommen da mir die Rennaufgabe im Jahre 2013 noch ordentlich im Magen lag. Daher hatte ich noch meine persönliche Rechnung offen und trampte nun mit dem Druck, unbedingt zu finishen,  Richtung Grosse Scheidegg. Nun ja, mein Magen war mir dann ziemlich schnell egal da meine ganze Konzentration denn 1000 Hm vor mir galt. Nach einer gefühlten Ewigkeit und einem Gefühl von ganzem Feld überholt worden zu sein ging es weiter zur First Station. Dieses Teilstück konnte ich super meistern, endlich auch ein wenig Tempo machen und Zeit gut machen. Die technische Passage von der First runter hatte es dann in sich, was mich viel Zeit kostete und ich einige Plätze wieder abgeben musste. Mit dem Frust im Magen, oje mein Magen musste echt viel durchmachen an diesem Wochenende, fuhr ich über Stock und Stein weiter um dann die steilste Passage aufwärts in Angriff zu nehmen – zum Bort hoch. Beflügelt von den vielen Leuten strampelte ich bergaufwärts in einem ordentlichen Tempo, immer vor Augen, dass mich jede Radumdrehung dem Finish näher bringt. Nun folgte eine steile Abfahrt welche die gesamte Bremsanlage total forderte und daher war ich froh als wir wieder in die Passstrasse zur Grossen Scheidegg einbogen und wir am 2. Mal an diesem Tag zu dem Hotel Wetterhorn hoch durften und positives denken absolut zwingend war.  Langsam sendeten mir die Beine deutliche Signale doch es ging immer wieder rauf und runter. Schliesslich bogen wir dann auf die lange Gerade ein und ich gab meinem Bike nochmals ordentlich die Sporen und jagte so in einem höhlen Tempo zur Landi in Grindelwald Grund wo uns der Wegweiser Richtung Grindelwald Dorf lotste. Der Anstieg war nochmals deftig aber dies blendete ich völlig aus da mein Ziel in reichbarer Nähe war, das Finish. So kam es, dass ich nach 4 Stunden und 35 Minuten die Eiger Bike Challenge beendete, voller Stolz. Dies bedeutete den 5. Rang in meiner Kategorie.

Nun ist eine gute Erholung angesagt damit ich Ende August wieder in top Form am National Park Bike Marathon starten kann.

 

Rangliste Eiger Bike Challenge 2017

 

Bike-Cup Lumbrein

30.07.2017 / Nadja Fässler, Patrick Heinze, Marcel Rieser

Bericht von Päz:

Nach dem letztjährigen guten dritten Platz reiste ich doch mit einigen Erwartungen ins Val Lumnezia. Gestartet wurde der Marathon, bei dem es  40 km und 1780 hm zu bezwingen galt, bei top Verhältnissen  (letztes Jahr war es neblig, trüb und nass). Aus diesem Grund war das Teilnehmerfeld für das Rennen dementsprechend gross.

Vom Start weg musste zuerst ein grosser Teil der Höhenmeter in einem Stück vernichtet werden, dabei probierte ich das Tempo möglichst hoch zu halten. Allerdings musste ich nach der Hälfte des Rennen’s doch einsehen, dass ich mich mit dieser Taktik so richtig an die Wand gefahren habe.

Mit zunehmender Dauer des Rennens verspürte ich Krämpfe an allen erdenklichen Stellen der Beine, womit an ein hohes Tempo nicht mehr zu denken war. Somit schleppte ich mich die letzten Kilometer in den kleinsten Gängen ins Ziel.

Mit einer Schlusszeit von 2:37:08 erreichte ich immerhin noch den 10. Rang. Ob mit einer besseren Renntaktik die 7 Minuten  Zeitrückstand auf den neunten Platz aufzuholen gewesen wären, wissen allerdings nur die Götter.

Trotz allem, ein cooles Rennen mit einer harten, abwechslungsreichen Strecke.

 

Bericht von Marcel:

Das fünfte Rennen vom Ostschweizer Bike Cup fand am letzten Sonntag in Lumnezia- Obersaxen statt. Bei schönem Wetter mussten wir 40km und ca. 1700hm abfahren.

Schon beim ersten langen Aufstieg musste ich im oberen Teil etwas Tempo rausnehmen, da meine Beine nicht den besten Tag hatten. Ich wurde auch schon schnell von anderen Senioren 2 Fahrern überholt .

Auf den letzten  5 Kilometern waren die Beine ziemlich leer und ich verlor nochmals Zeit . Die Ziellinie überquerte ich als 7. von 33 Rangierten der Senioren 2.

 

Rangliste

Engadin Bike Giro zum Zweiten

30.06.2017 – 02.07.2017 / Marcel Rieser

Nachdem ich letztes Jahr bei der gelungenen Premiere des Engadin Bike Giros dabei war, wollte ich dieses Jahr mein gutes Resultat vom letzten Jahr bestätigen (oder noch verbessern). Das Ziel war ein Rang unter den Top 5.

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1. Etappe:

Einzelzeitfahren: St. Moritz – Corviglia- Salastrain
Distanz 17.1 km 950 hm
Fahrzeit: 1:20:21
Rang 4

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2. Etappe:

Rundkurs: Silvaplana- Monteratsch- Bever- Corviglia- Silvaplana
Distanz 75.8 km 2073 hm
Fahrzeit: 4:36:16
Rang 4 (Tageswertung und Gesamtwertung)

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3. Etappe:

Rundkurs: Silvaplana- Sils- Bever- Salastrain- Silvaplana
Distanz 61.7 km 1825 hm
Rennen nach 40 km aufgegeben.

 

Die ersten beiden Etappen liefen sehr gut und die Form war da. In der 3. Etappe begann nach ca. 10 km das Knie zu schmerzen. Ich biss mich bis Bever noch durch, musste dann aber an vierter Stelle liegend das Rennen aufgeben.

Von Fribourg nach Bulle – BergiBike 2017

25.06.2017 / Käthy Eisenhut

BergiBike

Am Sonntag, 25. Juni war der Auftakt der Garmin Bike Classics beim BergiBike. Die Strecke führte von Fribourg nach Bulle, mit 79km und etwa 2440hm. Das Wetter war toll, angenehm warm, optimal für eine Ausfahrt mit dem Bike. Der Start bei der Eishalle in Fribourg verlief neutralisiert durch die Altstadt von Fribourg, wo dann Ausgangs Stadt auf einem steilen Pflasterstein-Anstieg die Freigabe erteilt wurde. Gleich ging die Post ab und ich wurde sogleich ziemlich nach hinten durchgereicht. Die erste Rennstunde hatte ich ziemlich zu beissen der La Berra kam und kam nicht. Der Aufstieg fühlte sich ellenlang an und am Schluss durften wir auch noch das Bike zum Gipfelkreuz hochschieben um dann wieder runterzufahren.

 

Die Abfahrt runter nach La Roche hatte es aber ziemlich in sich, extrem ruppig und teils mit spitzen Steinen versehen. Ich war froh um mein Fully und um meine SnakeSkin Reifen und das ich ohne Panne unten ankam. Nun war auch mein Rennfieber erwacht und es fühlte sich richtig gut an, ich war auf der Überholspur und konnte einige Fahrerinnen ein- und überholen. Das spornte mich an und als ich auf das Terrain der kurzen Strecke kam, kannte ich die Strecke auch, so wusste ich wie die Aufstiege und Abfahrten in etwa sind.

 

Ich fühlte mich immer besser und kam gut voran, die Motivation unter 5 Stunden zu bleiben trieb mich voran. Auf der letzten Wiesenabfahrt runter zum Ziel legte ich aber eine kurze, mentale Gedenkminute ein und dosierte die Geschwindigkeit, so dass ich meine Sturzpassage von 2015 diesmal heil überstand. Es machte mich Zufrieden, als ich die vielen Streckenposten die uns Fahrer mit Flaggen auf die Wellen aufmerksam machten und ich die gute Streckenabsicherung sah. Schön, dass vielleicht mein Unfall etwas Positives bewirkt hat.

 

Mit letztem Einsatz kämpfte ich mich im Gegenwind zum Ziel im Espace de Gruyère, welches ich nach 5 Std. 1 Minute und 17 Sekunden erreichte. Die Rückkehr ans Rennen mit dem Bronzeplatz in der lizenzfreien Kategorie konnte ich mit einem versöhnlichen Abschluss feiern. Nun steht eine Rennpause auf dem Plan und für mich beginnt der Aufbau fürs Swiss Epic im Herbst.

 

Rangliste

Black Forest Ultra Bike Marathon

18.06.2017 / Patrick Heinze und Marcel Rieser

Bericht von Päz:

Wieder mal ein längerer Wettkampf, das war das Ziel von diesem Wochenende. Der Bikemarathon im Schwarzwald war daher ein idealer Wettkampf. Es galt auf der Ultrastrecke 117km mit 3150 hm zu absolvieren. Da der Veranstalter von sich sagt, dass die Veranstaltung der grösste Marathon im mitteleuropäischen Raum sei, war der Start auch etwas speziell. Aus Startblock 15 durften wir 20 Minuten nach der Elite ebenfalls das Rennen aufnehmen. In gutem Tempo ging es die ersten Kilometer im Windschatten der Gegner in Richtung erster Anstieg. Mein „Teamgspändli“ Marcel reichte das Tempo leider nicht und so preschte er davon. Die nächsten Kilometer probierte ich ihm zu folgen, was mir aber dann doch zu schnell wurde. Nach dem ersten Berg erreichten wir schon bald den Titisee, bei dem der Start vom Rennen über 98km während unserer Durchfahrt erfolgte. Damit wurde das Rennen wieder schneller und die Windschattenspender waren wieder in grösserer Zahl vorhanden. Bei Km 80 fuhr ich aber erfreulicherweise wieder auf mein „Teamgspändli“ auf, was beide wieder beflügelte und wir puschten uns gegenseitig über die letzten Kilometer. Die letzten Abfahrten boten sogar noch einige Meter „Trails“ was uns noch einige Plätze gutmachen liess. Nach 5:15:06 war die Zielflagge erreicht und die 3150hm abgespult. Mit Platz 26 in meiner Kategorie und Rang 86 in der Overallwertung bin ich sehr zufrieden. Überrascht hat mich auch, dass trotz der forschen Fahrweise die Kraft bis zum Ende hin gereicht hat.

 

Bericht von Marcel:

Am Sonntag startete ich am Black Forest Bike Marathon in Kirchzarten. Bei perfektem Wetter stand ich um 7.30 Uhr am Start für die Ultra Strecke (117km und  3150 Hm).  Da ich das Erste mal an diesem Rennen teilnahm, musste ich aus dem Starblock 15, zusammen mit dem Teamkollegen Patrik, starten. Losfahren konnten wir erst etwa um 7:50 Uhr. Das Tempo in unserem Startblock war am Anfang nicht sehr hoch (für ein Rennen etwas zu langsam). Beim beginn des ersten längeren Aufstiegs nach etwa 6 km wurde es mir zu langsam und ich fuhr mein Tempo. Da mir niemand folgte war ich dann lange alleine unterwegs und überholte Gruppe um Gruppe. In Hinterzarten nach etwa 30 km starteten die Teilnehmer der 89 km Strecke und ich konnte zwischendurch wieder in kleineren Gruppen mitfahren. Ich fühlte mich immer noch sehr gut und hatte keine Probleme.

Im letzten Renndrittel schloss dann Patrik wieder zu mir auf und wir fuhren den Rest des Rennens zusammen. Im letzten Aufstieg vor der Finalen Abfahrt ins Ziel versuchte ich Patrik noch abzuhängen, was mir aber nicht gelang. Da er der besser runterfährt als ich, verlor ich bis ins Ziel noch etwa 1 Minute.

Mit der Zeit von 5:16:31 belegte ich bei den Senioren 3 den 7. Schlussrang (von 209).

Es war ein sehr gut organisiertes Rennen im Schwarzwald mit wenig Trails.

War ein schöner Rennsonntag und ich bin mit dem Resultat zufrieden.

 

Rangliste